Neuere und bessere Medikamente mit größtmöglicher Sicherheit.

Was haben wir bisher erreicht?

OKIDS trägt dazu bei, dass Österreichs Kindern neue und bessere Medikamente mit der größtmöglichen Sicherheit zur Verfügung gestellt werden können. Seit unserer Gründung im Jahr 2012 bis August 2021 haben wir bereits sehr viel umsetzen können:

  • > 130 Feasibilities Checks (Beurteilung der Machbarkeit deiner klinischen Studien im OKIDS-Netzwerk)
  • > 220 Studien mit OKIDS Unterstützung seit der Gründung von OKIDS
  • > 700 Patienten rekrutiert
  • > 30 themenspezifische Veranstaltungen
  • 2 OKIDS Kongresse als Multi-Stakeholder Diskussionsplattform
  • 8 Pressekonferenzen
  • Die OKIDS-Website
  • 4 Filme
  • 4 Publikationen
  • Positionierung von 15 themenrelevanten Leitlinien in Kooperation mit der ÖGKJ
  • Mitgliedschaft in relevanten internationalen Organisationen (u.a. EnprEMA (European Network of Paediatric Research at the European Medicines Agency) Kategorie 1 Mitglied seit 2015
  • Vielfältige internationale Aktivitäten und Präsenz bei wichtigen internationalen Stakeholderinnen und Stakeholdern
  • Synergien mit neuen Stakeholder Partnerinnen und Partnern wie z.B. EUPATI und ProRare Austria
  • Schulung für Studienpersonal und Prüfärztinnen und -ärzte über das KKS (Koordinierungszentrum für Klinische Studien) der Universität Innsbruck

Was sind klinische Studien?

Bei klinischen Studien werden Arzneimittel, Impfstoffe, neue Behandlungsmethoden oder diagnostische Tests am Menschen getestet. Klinischen Studien, auch (Arzneimittel-)Prüfungen genannt, haben das Ziel,

  • die richtige Dosis eines Arzneimittels zu finden,
  • die Wirksamkeit in der Behandlung oder Vorbeugung einer Erkrankung sicherzustellen,
  • die Häufigkeit von unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu erfassen,
  • oder die Wertigkeit eines diagnostischen Tests zu bestimmen.

Sorgfältig geplante klinische Studien sind der einzige Weg, …

… diese Informationen zu sammeln, bevor ein Medikament allgemein verwendet werden kann. Bei Arzneimittel-Prüfungen sind in der Regel Pharmaunternehmen Auftraggeber. Aber auch Ärztinnen und Ärzte an den Universitäten und Spitälern können Studien veranlassen, um Behandlungsmethoden zu verbessern, Heilungschancen zu erhöhen und die Lebensqualität zu steigern.

 

Sorgfältig geplante klinische Studien sind die sicherste Art …

… neue Behandlungsmethoden zu finden und zu etablieren. Die Ärztinnen und Ärzte, sowie das gesamte Team sind bei OKIDS-Studien mit der Durchführung von klinischen Studien und bewährten Therapieformen bestens vertraut und haben auf diesem Gebiet sehr viel Erfahrung.

 

Warum Studien bei Kindern?

Im Laufe der Entwicklung eines Menschen ändern sich Körperbau und Stoffwechsel. Somit unterscheidet sich der kindliche Organismus von dem der Erwachsenen, weswegen auch Medikamente bei Kindern andere Auswirkungen haben können.

Medikamente an Kindern müssen eigens geprüft werden, um die richtige Dosis, Wirkungen und Nebenwirkungen systematisch festzustellen. Fehlen solche Informationen, können Medikamente bei Kindern unwirksam oder unsicher sein.

Ein Großteil der derzeit bei Kindern eingesetzten Medikamente ist nie an Kindern geprüft worden und nicht für Kinder zugelassen. Obwohl es sich meistens um bereits zugelassene Medikamente handelt, sind Pharmafirmen nunmehr durch neue Europäische Gesetze verpflichtet, Medikamente speziell an Kindern zu prüfen und für Kinder zuzulassen.

Vor allem im Neugeborenenalter ist dieses Problem besonders ausgeprägt: Mehr als 90% aller auf der neonatologischen Intensivstation angewendeten Medikamente wurden nie an der speziellen Patientinnen- und Patientengruppe von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen getestet. Auch für diese Patientinnen- und Patientengruppe sind somit klinische Studien eine Chance, bestehende Therapien sicherer zu machen und neue Therapien zu ermöglichen.

Die von OKIDS durchgeführten Studien leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Arzneimittel für Kinder und Jugendliche sicherer und wirksamer werden sowie neue Therapien für Kinder entwickelt werden können.

Der europäische Gesetzgebungsbereich verändert sich derzeit mit dem Ziel, die Entwicklung von Kinderarzneimitteln weiter zu verbessern und zu fördern (z.B. Europäische Kommission, Brüssel, 25.11.2020, KOM(2020) 761 final; Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, das Europäische Wirtschaftsministerium, Sozialausschuss und Ausschuss der Regionen: PHARMASTRATEGIE FÜR EUROPA; Laufende Überarbeitung der Kinderarzneimittelverordnung von 2006: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX: 32006R1901; Verordnung (EG) Nr. 1901/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Kinderarzneimittel und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1768/92, Richtlinie 2001/20/EG, Richtlinie 2001/83 /EG und Verordnung (EG) Nr. 726/2004 (Text von Bedeutung für den EWR).